Der Goldtürkis - Fluchjuwel Spin-off  (eine kostenlose Vorgeschichte)

Caylean ist in einer Zwangslage. Die Burg seiner Familie wird von Graf Tard belagert, der die Existenz aller bedroht. Nur wenn Caylean ihm den Goldtürkis, einen heilenden Fluchjuwel, holt, würde er Gnade walten lassen. Caylean muss sich fügen und gelangt, als Söldner verkleidet, in das Lager der Kriegsherrin Davina von Ryan. Da in Alveon diese Soldaten hoch angesehen sind, ist es ihm ein Leichtes, dort Fuß zu fassen. Womit er nicht rechnet ist die rothaarige Schönheit, die ihn viel zu schnell durchschaut. Auch das geheime Erbe seines Vaters wird ihm hier immer mehr zum Verhängnis. Zudem besitzt er eine besondere Fähigkeit, mit der er Davina mit Leichtigkeit entlocken könnte, wo sie den Fluchjuwel verbirgt. Aber alles sträubt sich in ihm, sie zu verraten. Doch dazu ist er durch Graf Tard gezwungen, es gibt keinen Ausweg.

 

Der Goldtürkis
Genre: Fantasy-Romance
Verlag: Bookshouse Verlag
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 Thalia

 

 

Der Silberachat - Fluchjuwel 1

Als Eva Lykan nach langer Suche den mysteriösen Kendric Silberéich findet, erhofft sie sich Hilfe von dem charismatischen Alben. Doch der junge Mann hadert mit seinem Schicksal, denn er ist aus seiner Heimat Alveon verbannt und sitzt in der Menschenwelt fest. Trotzdem schließt sich das ungleiche Paar zusammen und macht sich auf die Suche nach dem Silberachat, einem Juwel, der endlich Evas Fluch lösen könnte. Denn Eva hütet ein Geheimnis – sie kann sich in einen Wolf verwandeln, hat aber keine Kontrolle darüber. Der Übergang nach Alveon ist allerdings alles andere als leicht. Er verbirgt sich in einem Kunstwerk, das Yeats Gedicht „Stolen Child“ nachempfunden ist. Das Portal muss also erst einmal gestohlen werden, bevor Kendric es aktivieren kann. Trotz aller Bedenken lässt er sich auf dieses Unterfangen mit Eva ein und entfacht ein Gefühlschaos, mit dem keiner von beiden gerechnet hat.

 

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Der Silberachat
Genre: Fantasy-Romance
Verlag: Bookshouse Verlag

ISBN: 978-9963-53-294-0

erhältlich als eBook und Taschenbuch


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Thalia

 

Der Blutsaphir - Fluchjuwel 2

Die junge Hexe Sybil Bellis hegt nur einen Wunsch. Sie möchte endlich magische Fähigkeiten besitzen, denn die Magie wurde in ihrer Familie wegen eines dunklen Fluchs unterbunden. Nur ein Blutsaphir könnte dies umgehen. Ohne den daran gebundenen Blutgeist ist der Juwel aber wirkungslos, deshalb braucht sie Darvin von Moorfels. Der ist von ihrem Vorschlag nicht gerade begeistert, denn Sybils Urgroßmutter verfluchte ihn damals zu einem Leben als Vampir. Natürlich verheimlicht Sybil ihre Herkunft. Trotzdem bleibt Darvin misstrauisch, verweigert ihr zunächst seine Hilfe. Der jungen Hexe bleibt nur ein letztes Mittel. Sie erpresst Darvin mit dem Silberachat, der für ihn vielleicht Erlösung bedeuten könnte. Widerwillig lässt sich Darvin auf dieses Unterfangen ein. Womit Sybil nicht rechnet, ist die Zuneigung, die sie viel zu schnell zu dem Mann verspürt.

 

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Der Blutsaphir
Genre: Fantasy-Romance
Verlag: Bookshouse Verlag

ISBN: 978-9963-53-483-8

erhältlich als eBook und Taschenbuch

 

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Leseprobe "Der Silberachat"

 
 
Nebel schwebte über den Wildgräsern, die am Pfad hinter dem Tor wuchsen. Eva umfasste eine Eisenstange der Pforte, rüttelte sachte daran. Die Kälte des Metalls drang unangenehm in ihre Haut. Als sie gegen das Tor drückte, gab es mit einem leisen Knarzen nach. Rasch schlüpfte sie hindurch. Eva lief den schmalen Weg entlang und kam durch einen verwilderten Garten. Eine Villa tauchte aus dem Morgendunst auf. Von der einstmals weißen Fassade blätterte die Farbe ab, Kletterranken wanden sich an der Hauswand hinauf. Sie näherte sich dem Gebäude. Ihre Finger strichen sachte über den Efeu. Der Tau auf den Blättern benetzte ihre Haut, ließ sie erschaudern.
So lange suchte sie ihn nun schon. Dies musste einfach die Zuflucht sein, in der er sich verbarg.
Eva schlich um das Haus herum, begutachtete den Ort, der einen natürlichen Frieden ausströmte. Vögel zwitscherten in den Zweigen der Sträucher, überall raschelte es vor Kleintieren. Sie schreckte einen Raben auf, der krächzend über dem Haus zum Wald flog. Hinter der Villa lagerte Gerümpel, das eine Mäusefamilie als Unterschlupf nutzte. Sie roch die kleinen Biester, hörte sie piepsen. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Ob man dies mit Absicht so liegen gelassen hatte, um den Nagern einen Unterschlupf zu gewähren?
Das Anwesen wirkte heruntergewirtschaftet, die Wildnis holte sich die weitläufige Gartenanlage zurück. Überall wuchsen Baumsprösslinge aus der Wiese, die Sträucher wucherten ungehemmt. Das Gras war so hoch, dass ihr die Halme bis zu den Knien reichten. Dieses Spukhaus passte eher zu einem Untoten. Hier sollte einer der Alben wohnen? Ein Elfengeschöpf?
Eine Katze huschte fauchend hinter ein Gebüsch. Nun ja, sie kam mit diesen Tieren nicht besonders gut aus. Die Getigerte schlüpfte durch ein Kellerloch und verschwand.
Hinter ihr raschelte es. Eva sah sich nicht um, sie verspürte keine Angst. Ihre Sinne nahmen nur eine Maus wahr. Langsam stieg sie über einige Bretter, erwog, der Katze zu folgen, und entschied sich dafür, erst einmal zum Eingang zu gehen. Vielleicht klingelte sie einfach?
Eva lachte leise. So leicht würde es nicht sein. Sie befürchtete, dass der Mann längst weitergezogen war.
Ein halb geöffnetes Fenster befand sich oberhalb von ihr, zu hoch, um hineinschauen zu können. Aber sie roch etwas, und der Blumenduft, der aus dem Raum über ihr strömte, ließ Hoffnung in ihr aufflammen.
Er ist hier!
Sie beschleunigte ihre Schritte und verharrte am Eingang. Die Tür war unverschlossen, nur angelehnt. Zögerlich schob Eva sie auf und trat in den Flur.
Irgendwo plätscherte ein Brunnen. Im Haus standen überall Pflanzentöpfe, sodass sich Eva wie in einem Gewächshaus fühlte. Staub bedeckte die Möbel. Ein Spinnennetz spannte sich von der verzierten Lampe, die in der Zimmermitte von der Decke hing, bis in eine der Ecken.
Langsam ging sie dem blumigen Geruch hinterher und fand sich in einem riesigen Wohnzimmer wieder. Auch hier beherrschten Blumen den Raum. Ein kleiner Wasserfall ergoss sich aus einem Steinbrunnen, der fast eine Wand vereinnahmte. Antike Schränke standen verstreut und ohne System im Zimmer. Trotz dieser ungewöhnlichen Einrichtung befand sich ein Flachbildschirm auf der anderen Seite und erinnerte an eine Kinoleinwand.
Eva lenkte ihre Aufmerksamkeit zu einem Tisch, der aus dunklem Schiefer gebaut zu sein schien. Auf ihm stapelten sich leere Flaschen. Zu dem Blumenduft mischte sich eine Alkoholfahne.
Kendric Silberéich lag besinnungslos auf seinem Sofa. Zumindest vermutete sie, dass er der Gesuchte war. Sie näherte sich der Couch und betrachtete den Mann skeptisch. Das Gesicht konnte sie nicht erkennen, weil schwarze Haarsträhnen, die seinen halben Oberkörper umschlangen, es verbargen. Wäre seine Kleidung nicht so zerschlissen, würde Eva vermuten, dass sie von einer teuren Designermarke stammte. So wirkte sie wie aus einer vergangenen Zeit.
Dies war also der Mann, nach dem sie über ein Jahr gesucht hatte? Das einzige Elfenwesen in dieser Welt und der Schlüssel zu ihrer Erlösung?
Eva seufzte tief auf und knabberte auf ihrer Unterlippe herum. Das dürfte interessant werden. Wenn sie ihn in dem Zustand überhaupt wach bekam. Sie beugte sich vor und rüttelte ihn sanft an der Schulter. Knurrend wischte er ihre Hand fort, drehte sich auf die andere Seite und verbarg den Kopf unter dem Kissen, das er zuvor umklammert hatte. Für einen Moment erhaschte Eva einen Blick auf sein Gesicht.
Dies hier war Kendric. Niemand sonst konnte in derart betrunkenem Zustand noch so gut aussehen. Sollte sie vielleicht ein Glas Wasser über ihm ausgießen? Sie schüttelte den Kopf. Schließlich wollte sie seine Hilfe, und das wäre kein guter Anfang.
„Nun ja, dann warte ich eben.“ Sie drehte einen der Sessel zum Fernseher und griff nach der Fernbedienung, die irgendwo zwischen den leeren Whiskyflaschen lag. Nach einigem Herumprobieren schaltete sich die Anlage ein und eine der amerikanischen Serien flimmerte gestochen scharf vor ihr auf. „Wow, was für ein Bild.“ Eva kuschelte sich in die Polster, schaltete zu einem interessanteren Programm und versuchte, das nervende Brunnengeplätscher zu ignorieren.
 
Nach über zwei Stunden regte sich der Albe. Stöhnend richtete er sich auf.
„Kaffee?“, fragte Eva beiläufig.
Kendric zuckte zusammen und starrte sie mit geschocktem Gesichtsausdruck an. Fahrig stand er auf und griff nach einer getönten Brille, die vor ihm auf dem Tisch lag. Er stolperte gegen die Kante und sog zischend den Atem ein, weil er sich das Bein angeschlagen hatte. „Was tun Sie hier?“, herrschte er Eva an.
Eva begegnete seinem Blick, den sie wegen der Brille nur erahnen konnte. „Ich habe dich gesucht, Kendric Silberéich. Die Tür war offen, du lagst besoffen auf dem Sofa, und ich konnte es mir gerade noch verkneifen, dich mit einem Schwall Wasser zu wecken. Du kannst die Brille abnehmen, ich weiß, was du bist.“
Wie gelähmt stand Kendric da. Er rührte sich sekundenlang nicht. Eva fürchtete, er wäre im Stehen wieder eingeschlafen. Sie erhob sich und trat auf ihn zu.
„Wer sind Sie?“, flüsterte er heiser.
„Eva Lykan − du brauchst mich nicht zu siezen. Ich bin hier, weil ich deine Hilfe brauche.“
„Wobei?“
„Darüber möchte ich später reden.“
Mit einem frustrierten Geräusch setzte Kendric die Brille ab. Eva schnappte nach Luft, als sie die wunderschönen Augen des Mannes sah. Je nachdem, wie das Licht auf sie fiel, changierten sie in verschiedenen Farben. Sternsplitter schienen in ihnen zu funkeln. Er würde das Elfenhafte ohne eine Brille nicht verbergen können.
„Du hast was von Kaffee gesagt“, brummte er und schwankte in die Küche.
„Hattest du ’ne Party hier?“
„Ich halte keine Partys ab.“
„Dann sind die Flaschen alle von dir?“
Kendric wandte sich zu ihr um. Seine Augen verwirrten sie, Eva blinzelte.
„Ein Albe braucht einiges an Alkohol, wenn er betrunken sein will“, erklärte er resigniert.
 „Und warum …?“
„Erst Kaffee“, zischte er.
Während Kendric das dunkelbraune Pulver in seine altmodische Maschine füllte, stopfte er fast eine halbe Tafel Schokolade in sich hinein. Später hockte er wie ein Häufchen Elend in seiner Küche und umklammerte die Tasse mit dem heißen Getränk. Von der Schokolade bekam Eva nichts ab.
„Warum bist du hier, Eva Lykan?“
„Ich frage mich eher, warum du dich besäufst und Schokolade in dich hineinstopfst.“
„Mir geht es nicht gut.“
„Das sehe ich. Deine Gesichtsfarbe ähnelt einer Leiche. Aber …“ Kendric hob den Blick und in seinem Ausdruck schwamm so viel Leid, dass sie verstummte.
„Ich bin eine Leiche. Mir geht es seit Jahren nicht gut.“
„Du lebst und kommst mir nicht wie ein Zombie vor, also rede nicht so ein dummes Zeug.“
Wortlos nippte Kendric an seinem Kaffee. Er zog die Brauen zusammen, schluckte und entschuldigte sich hastig, bevor er aus dem Zimmer stürmte. Eva folgte ihm, hielt aber Abstand und ließ ihn allein, denn sie hörte, wie er sich in dem naheliegenden Badezimmer erbrach. Sie hoffte, das würde einen Teil des Alkohols aus seinem Körper schwemmen.
Kreidebleich taumelte er zurück zur Küche, klammerte sich an den Türrahmen. „Tut mir leid, ich …“
Ehe Eva ihn erreichen konnte, verdrehte er die Augen und sackte zusammen. Sie stürzte zu ihm und fing ihn gerade noch auf, bevor er mit dem Kopf auf die Holzdielen schlug. Sein warmer Körper hing schlaff in ihren Armen, und trotz seiner Situation verströmte er diesen elfenhaften Duft, der sich nun mit dem säuerlichen Geruch des Erbrochenen mischte. Der Mix verursachte selbst ihr Übelkeit.
„Komm schon, wach auf.“ Sie drehte ihn mühsam herum, tätschelte ihm die Wange. Schatten zeichneten seine Augenpartie, mit seiner fahlen Haut wirkte er wie tot.
Seine Lider flatterten. „Der Brunnen“, wisperte er. „Bring mich hin.“
Eva seufzte. „Leichter gesagt als getan.“
Trotz ihrer zierlichen Gestalt barg ihr Körper Kräfte, mit denen sie Kendric schließlich wieder ins Wohnzimmer zerrte. Am Brunnen kroch er zu der kleinen Quelle und schöpfte wie ein Ertrinkender Wasser aus ihr. Er schloss die Augen und lehnte sich gegen den kühlen Stein.
„Dieses Wasser ist … aus Alveon“, sagte Kendric rau. „Es heilt …“ Er öffnete die Lider und betrachtete sie, schien darauf zu warten, dass es ihm besser ging. „Wer bist du?“
Eva versuchte, nicht seinem Zauber zu erliegen, räusperte sich stattdessen und sah aus dem Fenster. „Ich sagte es schon, ich bin …“
„Ich meine nicht deinen Namen.“
Die getigerte Katze von draußen kam plötzlich auf sie zu, fauchte und tobte, als wollte sie ihren Herrn beschützen. Eva registrierte verdutzt, dass das Vieh tatsächlich in Angriffsstellung ging.
„Hau ab“, blaffte sie.
„Sie will mich beschützen. Aber warum?“
„Sag ihr, dass ich dir nichts tue. Ich will sie nicht verletzen.“
Kendric stemmte sich auf, runzelte angesichts ihrer Aussage die Stirn und sagte drei sanfte Worte zu dem Tier. Die Katze beruhigte sich, schmiegte sich an den Alben, beäugte Eva argwöhnisch. Ihr Schwanz schlug vor Nervosität hin und her.
„Also, warum bist du hier?“ Kendrics Gesicht gewann mehr und mehr an Farbe. Dieses Wasser half wirklich.
Eva wand sich ein wenig, aber es half nichts. „Ich habe ein Problem und brauche deine Hilfe.“
„Warum gerade meine?“
„Weil du der Einzige bist, der mich nach Alveon führen kann. Ich brauche einen Silberachat.“
Kendric knöpfte sein Hemd auf, zog es an der rechten Schulter hinunter und enthüllte ein Brandmal. „Siehst du das? Ich bin aus Alveon verbannt. Es wäre mein Tod, würde ich versuchen, durch ein offizielles Portal einzudringen.“
„Ich weiß, dass du verbannt bist. Es gibt einen anderen Weg, ein … ähm … inoffizielles Portal.“
Kendric sah sie an, als hielte er sie für völlig verrückt. „Das kannst du nicht wollen.“
„O doch.“
Trotz seiner Schwäche lachte er und dieser Laut hörte sich so bitter an, dass sie verstört zurückwich. „Wie willst du mich dazu bringen, das zu tun?“
Eva musste improvisieren, etwas anderes blieb ihr nicht. Sie setzte alles auf eine Karte. „Ich kenne jemanden, der dich vergessen lassen kann.“

 

 

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© Tanja Bern