Die kleine short-story gehört zu einem Sondergewinn, den man auf der Blogtour von "Heimliche Nähe" gewinnen konnte. Diese Geschichte ist für Janina Reger. Ich wünsche euch viel Spaß mit Jace und Aidan. 

 

Der Blick ins Innere

 

 

Die Strahlen der Morgensonne fielen schräg durch die Fenster des Fitnessstudios, was mir wie ein echter Lichtblick vorkam. Ich hasste diese Art von Sport, quälte mich durch die Übungen, weil ich einfach nicht mehr mitansehen konnte, wie meine Figur weiter aus der Form geriet. Ich lugte auf die Wanduhr, es war erst kurz vor sieben, ich hatte noch etwas Zeit, meine Arbeit in der Werbeagentur startete erst um acht. Also beendete ich die Übung am Butterfly, um mich mit Crunches zu peinigen. Irgendwann schaffte ich es bestimmt, ein Sixpack zu bekommen.

In ein paar Jahren, dachte ich resigniert.

„Mach etwas langsamer, sonst bringt es nicht so viel“, sagte eine mir unbekannte Stimme.

Pikiert sah ich auf. Vor mir stand ein junger Mann, schlank und durchtrainiert. Ich wollte etwas erwidern, aber er wandte sich einfach ab, um zu den Laufbändern zu gehen.

„Du hast leicht reden“, grummelte ich und legte aus Sturheit noch einen Zahn zu, was mir regelrecht den Atem raubte.

„Hey Jace, übernimm dich nicht.“

„Will mir heute jeder besonders gute Ratschläge erteilen?“, motzte ich und ließ das Gewicht einfach fallen.

„Ich bin hier einer der Trainer, ich darf das“, antwortete Jude verschmitzt, er hatte mich damals hier eingewiesen. Freundschaftlich klopfte er mir auf die Schulter. „Geh ein bisschen aufs Laufband, ich hab genau gesehen, dass du dich nicht aufgewärmt hast.“

Warum musste Jude seine Augen überall haben?

„Ich bin eh nur kurz hier, muss gleich zur Arbeit.“

Jude setzte sich mir gegenüber auf ein Fitnessgerät. „Dann trainiere heute lieber deine Kondition, okay?“

Ich nickte und stapfte missmutig zu den Laufbändern. Zu meinem Unbehagen sah ich dort auch den Typ wieder, der mich bei der Übung angesprochen hatte. Ich versuchte, ihn zu ignorieren, bemerkte aber, dass er mich musterte.

„Du hast hier nicht besonders viel Spaß, oder?“, sprach er mich an.

Ich begann mit dem Training. „Schön, dass man mir das so ansieht“, antwortete ich angesäuert und bereute meine Unfreundlichkeit sofort, denn der junge Mann hatte mir ja nichts getan. Ich warf ihm einen verstohlenen Blick zu.

Er tat meine barschen Worte mit einem Lächeln ab.

„Tschuldigung“, murmelte ich.

„Schon gut. Ich jogge auch lieber durch den Wald.“

„Und warum bist du dann hier? Ausnahmsweise ist das irische Wetter doch mal ganz nett.“

„Hab nicht so viel Zeit. Heute ist mein erster Arbeitstag in einer neuen Firma.“

Ich sagte nichts darauf, denn das Laufen ließ mich viel zu schnell atmen, ich spürte regelrecht, wie mein Puls hochschoss. Bevor die Warnung am Gerät wieder anfing zu piepen, nahm ich die Hände von den Sensoren.

„Ich bin übrigens Aidan“, stellte er sich vor. Insgeheim ärgerte es mich, dass er kein bisschen außer Atem war. Er plauderte mit mir, als säße er in einem Café.

„Jakob“, brachte ich nur hervor. „Beziehungsweise … Jace.“

„Dein Spitzname?“

„Damit … werde ich … privat … lieber … angesprochen.“

Aidan stoppte sein Gerät, stieg vom Laufband und kam zu mir. Er lugte auf meine Einstellung. „Du weißt, dass du noch die Bergtour drin hast?“

„Die was?!“

Verdattert schaute ich auf das Display und fluchte. Das brachte mich hingegen so aus dem Konzept, dass ich ins Stolpern geriet. Aidan fing mich regelrecht auf, stoppte rasch das Programm.

„Ich glaub, heute ist nicht dein Tag, was?“

Ich löste mich aus seinem Griff, sah ihm in das attraktive Gesicht. Mir fehlten die Worte. Eigentlich wollte ich nur noch flüchten, in meine Rolle als Projektleiter. Ich nuschelte ein Danke und floh zu den Duschen. Konnte ein Tag noch beschissener beginnen?

 

Eine Stunde später saß ich frisch geduscht in meinem Büro und prüfte die Vorschläge eines meiner Mitarbeiter. Es ging um eine groß angelegte Plakatwerbung, und diese Rohfassungen grenzten fast an eine Unverschämtheit. Ich klaubte die Unterlagen zusammen und ging zu Scott.

„Du willst mir ernsthaft die abgelehnten Bilder von Taylor Industries andrehen?“ Ich knallte ihm die Mappe auf den Schreibtisch.

Scott schaute mich fast ein wenig geschockt an. „Was?!“ Er hob das Deckblatt an. „Entschuldigung, Mister Cameron. Die sollten Sie gar nicht bekommen. Seit Eva fort ist, läuft hier nichts mehr nach Plan.“ Er wühlte in seinen Unterlagen, fragte dann einen Kollegen, fand aber die richtigen Unterlagen schließlich im Aufenthaltsraum, was mich nur den Kopf schütteln ließ. Mit einem nervösen Grinsen reichte er mir seine Vorschläge.

Ich ging zurück ins Büro und hielt verwundert inne. Auf meinem Schreibtisch stand ein frisch aufgebrühter Kaffee. Mit einem Seufzen griff ich nach der Tasse und trank einen Schluck. Die schmale Gestalt an der Tür nahm ich erst danach wahr. Verblüfft starrte ich auf den Neuankömmling.

„Oh, das … hatte ich jetzt nicht erwartet“, sagte er und knabberte auf seiner Unterlippe herum. Eine Geste, die mich irgendwie berührte. Um mich abzulenken, stellte ich den Kaffee zurück auf den Schreibtisch.

„Was machst du in meinem Büro, Aidan?“

„Ich bin … dein neuer Sekretär.“

„Du bist …?“ Ich besann mich. „Sie sind der Ersatz für Eva?“

Aidan nickte, wich meinem Blick aus. „Ich dachte, ich bringe dir … äh … Ihnen erst mal einen Kaffee.“

Ich atmete tief durch, es fiel mir schwer, die Vorkommnisse von heute Morgen einfach abzuschütteln.

„Ich geh dann mal an die Arbeit.“ Aidan wollte rasch aus dem Zimmer flüchten.

„Hat Sie denn schon jemand eingearbeitet?“

Aidan wandte sich mir wieder zu. „Nicht wirklich.“

„Wenden Sie sich an Scott, er wird Ihnen sagen, was zu tun ist.“

„Alles klar.“

Ich setzte mich schwer auf meinen Bürostuhl, trank den heißen Kaffee. Danach versuchte ich, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, aber immer wieder ging mir dieser Aidan im Kopf herum.

„Himmel noch mal!“, zischte ich.

Durch die gläserne Front warf ich ihm einen Blick zu. Er nahm Telefonanrufe an, tippte etwas in den Computer, schien mit den anderen Kollegen bereits zu scherzen. Einmal kam er in mein Büro, legte mir mit einem Lächeln einige Dossiers auf den Tisch. Aus Neugierde schaute ich mir seine Arbeit an.

Sehr ordentlich.

Um die Mittagszeit ging ich ins Bad, um mich ein wenig frisch zu machen. Als ich in den Spiegel schaute, runzelte ich die Stirn. Jeglichen Stress sah man mir irgendwann an der Frisur an. Ich konnte sie morgens noch so schick stylen, ein paar Stunden später sah ich aus wie ein gerupftes Huhn, weil ich die Angewohnheit hatte, mir unbewusst die Haare zu raufen. Ich versuchte, mein braunes Haar etwas zu glätten und richtete meine Krawatte. Als ich zur Tür hinausgehen wollte, stieß ich fast mit Aidan zusammen. Ich konnte ihm so gerade ausweichen. Wieder dieses Lächeln, was mich mittlerweile irgendwie nervös machte.

Zurück im Büro zwang ich mich zur Konzentration und brachte diesen Arbeitstag mehr schlecht als recht hinter mich. Obwohl ich seit einer halben Stunde Feierabend hatte, blieb ich noch, wartete, bis auch der letzte meiner Kollegen gegangen war.

Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück. Der Geschäftsmann fiel von mir ab, ich seufzte auf. Stille umgab mich. Mit einer unwirschen Geste befreite ich mich von der Krawatte, knöpfte mir den ersten Hemdknopf auf.

Irgendwie gefiel es mir, allein in der Firma herumzugeistern. In aller Ruhe ging ich zum Snackautomaten, zog mir ein paar Nüsse und genoss den salzigen Geschmack. Erst als die Putzkolonne auftauchte, schnappte ich mir meine Tasche und ging zu meinem Auto. Dort befreite ich mich auch von meiner Anzugjacke, die ich zusammenlegt auf den Rücksitz drapierte. Zu Hause wartete niemand auf mich, schon lange nicht mehr. Seit ich mich von Edward getrennt hatte, war ich vorsichtig geworden. Nie wieder wollte ich so ein Drama, also ging ich den meisten Männern aus dem Weg.

Ich verdrängte jegliche Gedanken an meinen Ex und fuhr zum Dubliner Cineworld. Heute Abend war Marvel-Night, und ich liebte jeden dieser Filme. Das erste Mal an diesem Tag stahl sich ein Lächeln auf meine Lippen. Ich trotzte erneut meiner Diät und holte mir eine kleine Tüte Popcorn. Wenig später kuschelte ich mich in den Kinosessel. Die anderen Menschen konnte ich in der Dunkelheit ausblenden. In diesen Momenten zählte für mich nur Ironman.

Bis sich jemand mit Schwung neben mich setzte. Ich warf meinem Nebenmann einen Blick zu und erstarrte. Das konnte doch nicht wahr sein?!

Aidan wandte sich mir zu, schaute ähnlich verdutzt. „Oh …“, sagte er nur.

Ich stopfte Popcorn in mich rein und versuchte, ihn zu ignorieren.

„Müssen wir uns hier im Kino siezen?“, fragte er leise.

Ich überlegte kurz. Ich sollte darauf bestehen! Und was sagte ich? „Muss nicht sein.“

Innerlich hätte ich mir am liebsten gegen die Stirn geschlagen. Aber es fiel mir auf seltsame Weise schwer, Aidan auf Abstand zu halten.

„Du stehst auch auf die Marvel-Filme?“, wollte er interessiert wissen.

„Hmm“, murmelte ich nur wortkarg.

„Das Highlight des Tages, was?“

„Kann man so sagen“, grummelte ich.

„Tut mir leid, wenn ich dich störe, sie haben mir den Platz zugeteilt. Ich halt schon die Klappe.“

Aidan wirkte ehrlich enttäuscht.

„Ich … tut mir leid … es ist nur so …“

„Ja?“

„Ich bin privat meist allein.“

„Das klingt ziemlich einsam.“

„Mag sein, ist aber besser so.“

„Warum?“

Ich schüttelte nur den Kopf.  

Der Film startete, aber ich konnte mich nicht wie sonst völlig darauf einlassen. Immer wieder stahlen sich meine Blicke zu Aidan, und ich hoffte sehr, dass er es nicht bemerkte. Am Ende hatte ich mehr meinen Nebenmann beobachtet, als die Leinwand.

„Gehen wir noch was trinken?“, fragte er mich im Foyer mit einem unschuldigen Ausdruck. Er strich sich das blonde, halblange Haar zurück, sah mich mit seinen hellblauen Augen aufmerksam an.

„Ich sollte besser nach Hause fahren.“

„Komm schon.“

Was wollte Aidan bloß von mir?

„Ich bin dein Chef, wir sollten nicht …“

„Ich möchte nur ein Bier mit dir trinken. Das ist keine Anmache oder so.“

Verdattert schaute ich ihn an, ich schluckte schwer. Was sollte denn das jetzt heißen? War er schwul? Wie ich?

Insgeheim wollte ich am liebsten in ein Kissen schreien. Das machte es doch nur noch komplizierter!

„Komm, nur ein Bier, damit du mal nicht mutterseelenallein bei dir zu Hause hockst.“

Ich ließ mich darauf ein, denn er hatte einen wunden Punkt bei mir getroffen. Ich hatte mich zwar für die Einsamkeit entschieden, aber wenn ich ehrlich zu mir selbst war, verwandelte mich dieses Leben in einen griesgrämigen, übellaunigen Typen, den ich selbst nicht mehr leiden konnte. 

Wir liefen rüber zum McNeill's Pub.

Zwei Guinness später taute ich etwas auf, stellte fest, dass Aidan ein wirklich fantastischer Gesprächspartner war. Wir hatten sogar ähnliche Interessen, nur beim Sport drifteten wir auseinander, was mich aber gar nicht störte.

„Okay, Wahrheit oder Pflicht“, sagte Aidan plötzlich schelmisch.

„Ernsthaft?“

„Och komm.“

„Du weißt, dass ich kein Teenager mehr bin?“

„Dann verrate mir, wie alt du bist.“

„Älter als du.“

„Also ich bin siebenundzwanzig.“

„Dreiunddreißig.“

„Also?“

Ich lachte leise, trank noch einen Schluck Bier. Ehrlich gesagt, hatte ich mich schon seit Ewigkeiten nicht mehr so gut gefühlt. „Wahrheit.“

„Hast du ein Tattoo?“

„Jaah.“

„Wo?“

„Erst ich! Wahrheit oder Pflicht.“

„Wahrheit.“

„Bist du schwul?“

Aidan erstarrte kurz. „Äh, … ja.“

Ich sah ihm an, dass ich ihn verunsichert hatte. Da ich nicht fortlief, sondern nur einen weiteren Schluck Guinness nahm, fuhr er fort. Er wollte etwas von meinem Tattoo wissen, also erzählte ich ihm bereitwillig von meinem Drachentattoo, das sich über meinen halben Rücken zog.

„Hätte ich jetzt nicht gedacht.“

„Dass ich ein Tattoo habe?“

Aidan zuckte mit den Schultern. 

Ich seufzte leise. „Da war ich irgendwie noch ein anderer Mensch.“

„Den würde ich gerne kennenlernen“, sagte Aidan leise.

Ich glaube, das tust du gerade.

Eigentlich fühlte ich mich nicht betrunken, trotzdem geriet ich mehr und mehr in Hochstimmung. Aidan rührte etwas in mir an, er hob mit seiner humorvollen Art meine Laune, ich fühlte mich auf einmal wieder wohl in meiner Haut. Wie lange hatte ich nicht mehr herzhaft gelacht? Ich wusste es nicht. Mit Aidan lachte ich viel und oft. Wir trieben das Wahrheit-oder-Pflicht-Spielchen immer weiter, plauderten unsere Geheimnisse aus, kamen uns näher. Zumindest fühlte es sich für mich so an. Erst als sich unsere Hände auf der Tischplatte der Bar berührten, stockten wir beide. Wir rührten uns nicht, blieben einfach so sitzen. Die Berührung seiner Hand brannte förmlich auf meiner Haut.

„Warum gibst du dich mit mir ab?“, fragte ich leise.

Aidan blickte auf. „Das hast du noch nicht bemerkt?“

Wollte er mir tatsächlich damit sagen, dass ich ihm … gefiel?

„Ich verstehe nicht“, brachte ich nur hervor. Wie konnte er an so einem unfreundlichen Eigenbrödler, der zu allem Überfluss ein paar Kilos zu viel hatte, Gefallen finden? Das war nicht möglich.

„Komm, wir gehen“, sagte er plötzlich und brachte mich vollends aus dem Konzept.

Da wir unsere Getränke immer sofort bezahlt hatten, verließen wir den Pub. Draußen wehte uns milde Nachtluft entgegen. Ich roch das Meer und sehnte mich auf einmal danach.

„Bist du auch mit dem Auto hier?“

Aidan schüttelte mit dem Kopf.

„Hast du vielleicht Lust, noch an den Strand zu gehen?“

Ich hatte gedacht, dass er mich für verrückt erklärte, aber Aidan nickte nur. Ich fuhr uns zu dem kleinen Strand, der sich neben dem Dubliner Hafen befand. Schweigend stiegen wir aus, gingen runter zum Wasser, spazierten in der Dunkelheit an der Brandung entlang. Das Rauschen der Wellen weckte Erinnerungen an früher, nostalgische Gefühle stahlen sich in mein Herz.

„Vielleicht sollten wir morgens lieber am Strand joggen oder walken“, sagte Aidan ungerührt. „Du hasst das Fitnessstudio, oder?“

„Ja, ist für mich eine Quälerei. Aber walken am Strand klingt gut.“

„Treffen wir uns dann morgen früh hier?“

Ich blieb stehen. Meinte er das ernst? „Aidan, ich frage dich noch mal. Was wird das hier?“

Im Zwielicht des Mondscheins sah ich, dass Aidan den Kopf senkte. „Ich weiß nicht warum, aber … ich kann meistens hinter die Fassaden der Menschen schauen.“

„Wie meinst du das?“

„Ich sehe jemanden, spreche mit ihm, und er kann mir nichts vormachen. Ich … na ja … irgendwie fühle ich dann, was wirklich in dem Menschen vorgeht, auch wenn er es verbergen will.“

„Und du hast mich durchschaut?“

Aidan nickte fast unmerklich.

„Und warum gibst du dich dann weiter mit mir ab?“

„Du verstehst es wirklich nicht.“

„Nicht wirklich.“

„Ich sehe, wer du hinter deiner Mauer bist, Jace.“

Ich wollte einen Schritt zurücktreten, brachte es aber nicht über mich, diese aufkeimende Nähe zwischen uns zu zerstören. „Und … was … bedeutet das?“, fragte ich flüsternd.

„Ich mag den, der sich hinter deinen Barrieren versteckt. Ich möchte ihn kennenlernen.“

Seine Aussage ließ mich sprachlos zurück.

„Wahrheit oder Pflicht“, sagte er völlig unerwartet.

Verunsichert sah ich ihn an. Wenn er mich durchschaute, was sollte ich dann noch von mir preisgeben? „Pflicht“, sagte ich spontan.

Aidan schien genau darauf gewartet zu haben. „Küss mich.“

„Was?!“

„Du hast dich für Pflicht entschieden.“

„Ja, aber …“

„Und jetzt komm mir nicht wieder mit der Chef-Sache.“

Ich presste die Lippen zusammen, spürte aber, wie sehr es mich reizte, genau das zu tun, was er anscheinend so sehr wollte. Was sah er nur in mir? Hatte er wirklich den lebensfrohen und leidenschaftlichen Jace erkannt, der irgendwo tief in meinem Inneren schlummerte?

„Nur ein Kuss“, wisperte Aidan.

In diesem Augenblick fiel etwas Dunkles von mir ab. Ich trat einen Schritt auf ihn zu, legte sanft meine Hände um sein Gesicht … und küsste ihn. 

 

 

 

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